Grundsätzlich umfasst der Begriff Warensicherung sämtliche Maßnahmen, die zum Schutz der Ware vor Diebstahl ergriffen werden. Darunter fallen auch einfache Maßnahmen wie z.B. die Nutzung abschließbarer Vitrinen. Moderne Methoden der Warensicherung in Kaufhäusern bestehen darin, die Ware durch geeignet elektronische Kennzeichnung für Detektoren im Eingangsbereich erkennbar zu machen.
Eine Alternative Strategie besteht darin, die Ware für einen potenziellen Dieb unbrauchbar zu machen. Es stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung, um gestohlene Waren mit im Eingangsbereich angebrachten Detektoren erkennen zu können. Diese Verfahren beruhen darauf, eine im Etikett befindliche Antenne mittels einer hochfrequenten Strahlung anzuregen und deren Rückstrahlung zu detektieren. Wenngleich derartige als Etiketten verwendbare Chips heute in Größen von weniger als einem Millimeter herstellbar sind (RFID-Chips), werden aus Gründen der Abschreckung häufig gut sichtbare Etiketten verwendet.

Warensicherung durch Kameras (Foto: zigazou76 / flickr.com)
Um regulär gekaufte Ware von gestohlener Ware unterscheiden zu können, müssen die Sicherungsetiketten entweder mittels eines Spezialwerkzeugs entfernt werden oder elektronisch deaktiviert werden können. Als Detektoren im Eingangsbereich stehen diskrete und bewusst auffällig gestaltete Ausführungen zur Auswahl, um eine unauffällige Kontrolle ebenso zu ermöglichen wie eine gut sichtbare Warensicherung mit abschreckender Wirkung.
Gestohlene Ware unbrauchbar machen
Die meisten derartigen Verfahren der Warensicherung beruhen darauf, dass die gestohlene Ware dauerhaft als gestohlen erkennbar bleibt. Ein Beispiel ist die Ortungsmöglichkeit gestohlener Handys. Diese ist zwar wirkungslos, solange das Handy ausgeschaltet ist, verhindert aber wirkungsvoll seine Nutzung. Ein Diebstahl wird dadurch unattraktiv. Eine zweite Möglichkeit besteht darin, Waren durch einen RFID-Chip eindeutig zu Kennzeichnen. Ist der Chip so angebracht, dass er nicht entfernt werden kann, hat er eine ähnliche Wirkung wie die eingestanzte Fahrgestellnummer eines Autos: Der Gegenstand kann bei Kontrollen dauerhaft als gestohlen erkannt werden, wenn er einmal in eine entsprechende Datenbank aufgenommen wurde. Dieses Verfahren wird im Rahmen von Pilotprojekten an Fahrrädern getestet. Es eignet sich insbesondere für hochwertige Artikel, die oft mit dem Zweck des Weiterverkaufs an gewerbsmäßige Hehler gestohlen werden, da es deren Risiko deutlich erhöht.
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